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| Mode im Wandel |
| Heute bunt, früher dunkel |
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| Westfalen um 1935 |
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(16.08.2007). Noch für unsere Großmütter war es eine Selbstverständlichkeit, in der 2. Lebenshälfte, also spätestens mit 5o Jahren, schwarz oder zumindest dunkel gekleidet zu gehen. Gott sei Dank, nach dem 2. Weltkrieg, spätestens in den Zeiten des Wirtschaftswunders, entdeckten die Frauen die Farben wieder für sich. Das hatte sicher etwas mit dem neuen Selbstbewusstsein unserer Mütter zu tun, die ja oft schon während des Krieges und auch danach viele Dinge im täglichen Leben meistern mussten, die eigentlich von den, zum Teil nicht mehr vorhandenen Männern erledigt werden sollten. Meine Mutter z.b. habe ich nie in schwarzer oder dunkler Kleidung gesehen. Ausgenommen natürlich zu Beerdigungen. Sie war Jahrgang 1913 und bis zu ihrem Tode 1994 sehr selbstbewusst und immer modisch gekleidet. Ich erinnere mich, als meine Mutter ca. 7o Jahre war, wurden wir bei einem Spaziergang doch wirklich von einer Frau mit folgenden Worten angesprochen: "Frau Möller, sie tragen in ihrem Alter noch solch farbige Mode?!"
Antwort meiner Mutter: "Nur weil ich schon 70 Jahre bin, soll ich in Schutt und Asche gehen ?!?!!! Ich denke gar nicht daran!!! " Und so dachten und handelten viele unserer Mütter. Das waren für uns, die wir jetzt langsam in die 2. Lebenshälfte kommen oder schon sind, die Vorreiter in Sachen Selbstbewusstsein und Mode. Ein buntes Bild in unseren Straßen ist doch schöner als ein graues mit ein bisschen bunt, oder nicht?? In diesem Sinne, tausend Dank dafür ihr Mütter!!! Heidi Rindermann |
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